Geldanlage in Krisenzeiten

23.5.2012 Angesichts der durch die Presse gehenden Hiobsbotschaften zum Euro, zur Finanz- und Schuldenkrise, etc. werde ich immer wieder von verunsicherten Mandanten gefragt, ob es nicht besser sei, das Geld unter das Kopfkissen oder in den Tresor zu legen.

Diese Frage wird vor dem Hintergrund aus Angst vor Kaufkraftverlust des Euro gestellt. Die Turbulenzen der Finanzmärkte machen vor scheinbar ‚sicheren Häfen’ wie Gold oder Anleihen bisher bonitätsstarker Länder auch nicht mehr Halt.

Risiken wie Diebstahl, Feuer-, und Wasserschäden sollten bei der Geldanlage unter der Matratze oder in den Gardinen nicht unterschätzt werden. Auch die Inflation spielt hier und bei Bundeswertpapieren eine wesentliche Rolle, denn die Rendite ist – nach Abzug der Inflation – negativ. Was ist also zu tun? Welche Geldanlage bietet eine ausreichende Sicherheit?

Die absolute Sicherheit in der Geldanlage gibt es schon seit langem nicht mehr – mit diesem Mythos ist endgültig aufzuräumen. Das Risiko ist allgegenwärtig aber einschätzbar, wenn man sich mit der Materie beschäftigt und damit umgeht. Grundrisiken müssen, wie auch im Leben, akzeptiert werden.

Die einzige Antwort, um den Risiken dauerhaft entgegenzuwirken, ist, die Geldanlage breit zu streuen. Verschiedene Anlageklassen wie Sachwerte, Immobilien, Rohstoffe & Anleihen über geographische Regionen, Branchen und Währungen hinweg tragen zu einem guten Risikomanagement bei.

Kirsten Petersen, CFP®

Schlagwörter: Euro, Diversifizierung, Finanzkrise, Geldanlage, Schuldenkrise, sicherer Hafen, Staatsanleihen, Streuung